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Das Rasseportrait

Deutsches Shorthorn

Deutsches Shorthorn
© Andreas Kühnapfel

Diese älteste deutsche Fleischrinderrasse wurde ursprünglich vor etwa 200 Jahren in England von den Brüdern Colling gezüchtet. In Deutschland ist diese ruhige und genügsame Rasse seit 150 Jahren, insbesondere auf der Halbinsel Eiderstedt, beheimatet. Der Rassename resultiert aus den kurzen, leicht nach vorn gebogenen und stumpf endenden Hörnern.

Charakteristisch ist der breite, tiefgestellte Körperbau,welcher einer Kastenform ähnelt. Die Rasse gibt es in drei Farbvarianten: rot, weiß und schimmelfarben. Die Schimmelfarbe trifft man bei anderen Rassen in Europa nicht an.

Deutsches Shorthorn
© Andreas Kühnapfel

1915 gab es in Deutschland 12000 eingetragene Tiere, heute stehen etwa 350 im Herdbuch, wobei seit 1994 vermehrt Zuchttiere aus Kanada eingeführt werden, die nicht dem alten Deutschen Shorthorn entsprechen. Man kann davon ausgehen, dass es heute nicht mehr als hundert Deutsche Shorthorn gibt. Im Jahre 2001 wurde auch das Zuchtziel verändert. Die Geburts und Endgewichte wurden angehoben und fleckige Tiere zugelassen. In der langen Entwicklungsgeschichte der Rasse wurden besonders in England auch Tiere mit höherer Milchleistung gezüchtet.

Vorzüge der Rasse sind die Fleischqualität, geringes Geburtsgewicht der Kälber, Witterungsbeständigkeit und ihr angenehmes Wesen. Das Erstkalbealter liegt bei 27 Monaten. Als Nachteil könnte ein erhöhter Fettansatz genannt werden, allerdings gleicht ihre Genügsamkeit diesen Nachteil völlig aus. Die Zugabe von Kraftfutter ist bei den Deutschen Shorthorn absolut überflüssig.

Rassebeschreibung: Heinz Knefelkamp, Salle 5, 31606 Warmsen
Tel:05767/1534      Webseite:www.bauernhofvordemmoore.de

Weiterführende Literatur
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Gefährdete Nutztierrassen
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Seltene Haus- und Nutztierrassen
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Genetische Vielfalt von Rinderrassen
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