Glanvieh
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Züchter

Tiermarkt


Das Rasseportrait

Glanrind


Nadja (geb. 11.2.1997, Kevin 3307 X Habet 3258)©Doris Schmitt-Neumann

1. Population
In der Bundesrepublik Deutschland werden ca. 2.000 Glanrinder gehalten. Hierbei liegt das Hauptzuchtgebiet dieses einfarbig gelben Höhenviehschlages in den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Saarland und Nordrhein-Westfalen.

2. Zuchtgeschichte
Die Zucht des Glanrindes geht auf eine von Herzog Christian IV. von Pfalz-Zweibrücken erlassene Körverordnung zurück.. Die ersten Züchtervereinigungen gründeten sich im 19. Jahrhundert in Quirnbach/Pfalz und Meisenheim/Glan. Hieraus entwickelten sich überregional der Glan-Donnersberger Zuchtverband 1898 mit Sitz in Kaiserslautern und der Verband Rheinischer Glanviehzüchter 1912 mit Sitz in Trier, die sich beide um die Reinzucht bemühten. Das Streben nach höherer Milchleistung führte in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts zur Kombinations-kreuzung mit dem Roten Dänischen Milchrind und brachte die Zucht zwei Jahrzehnte später zum Erliegen. 1984 wurde in Zusammenarbeit mit der GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter Haustier- rassen) ein ?Arbeitskreis Glanrind? gegründet, aus dem im Jahre 1985 der Verein zur Erhaltung und Förderung des Glanrindes (VEFG ? Deutschland e.V.) hervorging. Zwei reinrassige Glankühe und 25 zuchttaugliche Tiere wurden gefunden und in ein Erhaltungszuchtprogramm eingebunden.
Inzwischen hat sich der Bestand auf nahezu 2.000 Tiere erhöht.

3. Förderung
In Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland wird die Glanvieherhaltung gefördert. Die Prämienzahlung ist länderspezifisch geregelt und liegt derzeit zwischen ¤ 50.- und ¤ 120.- je Tier.


Katja-LF,(geb.02.04.89, Habet x Katharina*74)©Kurt Franck

4. Zuchtziel
Angestrebt wird ein robustes, langlebiges Dreinutzungsrind (Fleisch, Milch, Arbeit). Es soll eine hohe Fruchtbarkeitsrate, eine gute Futterverwertung und eine exzellente Fleischbeschaffenheit neben einem korrekten Exterieur mit fester Rückenlinie, trockenem Fundament und harten Klauen aufweisen. Darüber hinaus verfügt die Glankuh über eine hervorragende Milchleistung in der Mutterkuhhaltung, so dass die Frohwüchsigkeit der Kälber gewährleistet ist. An die Stelle der Arbeit ist heute vielfach der Einsatz in der Landschaftspflege getreten, wo die Tiere durch Verbiss von Dornen und Sträuchern der Verbuschung der Kulturlandschaft entgegen wirken.
Maße und Gewichte: Kreuzbeinhöhe 135 - 145 cm bei Kühen und 145 - 155 cm bei Bullen Gewicht 600 - 800 kg (Kühe) und 900 - 1300 kg (Bullen)

5. Zuchtorganisation
Das Glanrind wird zur Zeit betreut vom Glanrind-Züchterverband (GZV).

Momentan gibt es ca. 1.050 Kühe und trächtige Zuchtfärsen, 50 Deckbullen, um 600 Jungtiere und Kälber und ca. 150 sonstige Tiere (Ochsen etc.). Seit Mai 2004 sind sämtliche Tiere im Fleischrinderherdbuch Bonn erfasst, wodurch die EU-Konformität der Herdbuchdaten hergestellt wurde.

6. Zucht- und Reproduktionsprogramm
Das Programm wird momentan überarbeitet, um eine breitere Basis für die zukünftige Zuchtarbeit zu schaffen. 16 Bullen stehen für die künstliche Besamung zur Verfügung, wobei einige Linien noch ausbaufähig sind.

Rassebeschreibung:
Doris Schmitt-Neumann    66903 Ohmbach    Weitersbacher Hof    Tel:06386-6496   

  E-Mail: weitersbacherhof@t-online.de

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Weiterführende Literatur
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Gefährdete Nutztierrassen
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Seltene Haus- und Nutztierrassen
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Genetische Vielfalt von Rinderrassen
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