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Tierische Initiativen

Rassebeschreibung

c/o Michael Ruhnau
Zum Brook 1
27412 Bülstedt
Tel:04283/6102


Zuchtring Ostfriesische Möwen

Die Ostfriesischen Möwen waren zu Zeiten, als es die Hybridhühnerzucht noch nicht gab, eines der "grossen" Leistungshühner. Eine solche Hochzucht bedarf aber einer ständigen Weiterbetreuung, da sonst diese "Kulturleistung" wieder verloren geht. Mit Aufkommen der Hybridhühner und der damit einhergehenden enormen Leistungssteigerung verloren die alten Leistungsrassen an Bedeutung. Die Leistungszucht wurde aufgegeben und die Rassen, so auch die Ostfriesischen Möwen, überlebten diesen Wandel nur in den Händen der "Schönheits"-Züchter. Diese achteten aber bei Ihrer Zucht zu Ausstellungszwecken in der Hauptsache auf den Phänötyp - die Nutztiereigenschaften wurden nicht mehr gefördert und auch nicht mehr gefordert.

Der Zuchtring für die Ostfriesische Möwen im Farbschlag "Silber" wurde im Jahr 2001 gegründet. Wir wollen mit dem Zuchtring der oben beschriebenen Tendenz entgegen wirken und die Möwen wieder ihren Nutztiercharakter wiedergeben. Als ersten Ansatz sehen wir die Inzuchtminimierung durch die Hahnenrotation. Die heute übliche Inzucht eignet sich in hervorragender Weise zur Zucht auf den Phänötyp, hat aber den Nachteil, dass sich Inzuchtdepressionen einschleichen, bzw. sich negative "innere" Eigenschaften summieren können. Ein Leistungsabbruch ist im allgemeinen die Folge: Verlust der Vitalität (Gesundheit, Befruchtung) und Legeleistung.

Die Mitglieder des Zuchtringes waren - und sind es auch immer noch - auf die Zuchten der Ausstellungszüchter als Ausgangstiere angewiesen. Die ersten Erfolge der Inzuchtminimierung zeigen sich nun langsam. Befruchtungen und Schlüpfe von 100% sind keine Seltenheit mehr. Die Steigerung der Legeleistung und Eimasse bedarf aber weiterhin enorme Anstrengungen, da sie sich auch nicht einfach durch Inzuchtminimierung verbessern lässt.

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