Lippegans
-Rasse
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Das Rasseportrait

Die Lippegans

 Lippegans

 Name

  Lippegans

 Gewicht

  5,5-6 kg (w), 6,5-7 kg (m)

 Eieranzahl

 ca. 20 weiße Eier/Jahr mit 140 g Gewicht, manchmal 2 Gelege

 Farbschläge

 weiß

 Bruttrieb 

 sehr gut

 Besonderheiten

gute Weidegans, sehr robust, widerstandsfähig gegen Krankheiten             

Die Lippegans stellt eine alte Rasse dar, deren Entstehung im östlichen Westfalen, Kreis Lippe liegt.

Die Niederungen an der Lippe mit ihren großen ausgedehnten Weiden vor allem in der Gegend von Lippstadt bis Verlar sind die Heimat der westfälischen Landgans, der Lippegans. Im Jahre 1882 knüpfte Albert Westermeier die ersten Beziehungen mit einer Gänse-Großmästerei in Berlin an, die im Besitz des Max Frankowski war.

Die an der Lippe gehaltenen Gänse glichen mit ihrer grauen Farbe der Wildgans. Der oben erwähnte Frankowski empfahl, die gesamte Zucht auf weiße Gänse umzustellen. Zu diesem Zwecke übersandte der Großmäster zwölf schneeweiße Diepholzer Gänseriche. Diese wurden dann auf die einzelnen bestehenden Gänsezuchten verteilt und bildeten den Aufbau der eigentlichen Lippegans. Außerdem besaß Albert Westermeier zwei weiße Gänse, die an dem schnellen Aufbau der Lippegans beteiligt wurden.

Nachdem sie nun viele Jahre hindurch nicht mehr auf Ausstellungen gezeigt wurde, wurde sie im Standard von 1969 einfach gestrichen. Etwa 30 Jahre später wurde sie jedoch wieder, nach erneuter Anerkennung, in den Standard aufgenommen.

Die Lippegans

Bei der Lippegans handelt es sich um eine Gans vom mittleren Typ und mittlerem Gewicht. Der Rumpf soll gestreckt und waagrecht sein, die Unterlinie glatt, damit eine gute Unterscheidung zu anderen weißen Gänserassen möglich ist.

Auffälligstes Rassemerkmal ist der dreikantige Schnabel mit den aufspringenden Nasenlöchern. Die Brust wird etwas angehoben mit voller Rundung gewünscht. Abgelehnt wird dagegen jede Kehl- und Bauchwammenbildung. Die Lippegans erreicht ein Gewicht von etwa 5 ? bis 7 kg. Die Schalenfarbe der Eier ist weiß.

Der Kopf soll eine lang gezogene Wölbung vorweisen und trocken d.h. ohne Backenbildung, sein. Die Augen werden groß und blau, von einem roten Augenring umgeben, gefordert. Der Standard fordert den Hals "gut mittellang, nicht zu dünn".

Nur mit dichtem, straffen Gefieder wirkt die Lippegans wirklich kräftig. Dann treten auch die Schenkel, wie verlangt, nicht sehr hervor und zeigen die gute Beinmuskelbildung.

Im Standard von 1954 wurden bei der Lippegans die Beine und Läufe rotgelb gefordert, im Standard von 2000 jedoch nun orangefarbig.

Die Lippegans gilt als gute Weidegans, als deren herausragende Eigenschaft die Ausdauer bei der Futtersuche galt. Ihre Robustheit gegen Wind und Wetter, ihre gute Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und nicht zu letzt ihre guten Brut- und Führungseigenschaften wurden allgemein geschätzt.

Dennoch reichte die Verbreitung dieser Rasse, auch als sie noch im alten Standard geführt wurde, kaum über die Grenzen Westfalens hinaus.

Das Stammbuch Lippegans wurde im Jahr 1999 gegründet. Der Verein hat seinen Vereinssitz in Erwitte, im Zentrum des Ursprungszuchtgebietes, und aktuell halten 42 Mitglieder 30 Zuchtpaare in 23 Beständen. (Stand 2004)

Rassebeschreibung und Fotos von: Nutztier-Arche Suderbruch

Einen Stempel dieser Tierrasse können Sie hier erhalten> Klick

Weiterführende Literatur

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Groß- und Wassergeflügel

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Kunstbrut - Handbuch für Züchter

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Kramers Taschenbuch der Rassegeflügelzucht

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